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Geschichte am Kolleg

Live in Frankfurt: Demokratie - Geschichte - Wirtschaft - Soziales

Exkursion der Leistungsfächer Gemeinschaftskunde und Geschichte 2026

Leistungsfächer G und GK 2026Vom 19. und 20. Mai wurde der Unterricht der Leistungsfächer Gemeinschaftskunde und Geschichte für zwei Tage nach Frankfurt verlegt. Zusammen mit Frau Jasler-Davis und Herrn Heitz unternahmen wir eine zweitägige Exkursion nach Frankfurt am Main, die uns spannende Einblicke bot.
Der erste Tag begann mit einem Überblick über ganz Frankfurt und die Skyline vom Main Tower aus.
Danach wurde es historisch: Wir besuchten das Historische Museum Frankfurt mit einer kombinierten Führung und einem Planspiel zur Revolution von 1848, den ersten Versuchen von Demokratie in Deutschland. Dabei wurde deutlich, wie stark Nationalismus, soziale Ungleichheit und diskriminierende Vorstellungen damals verbreitet waren. Besonders eindrücklich war für uns, dass Demokratie und Grundrechte keine Selbstverständlichkeit sind, sondern immer wieder verteidigt werden müssen. Viele von uns empfanden es zudem als erschreckend, wie offen Frauen, ärmere Menschen oder Menschen mit Behinderungen ausgegrenzt wurden. Ein kurzer Aufenthalt an der Paulskirche, dem Ort der ersten deutschen Nationalversammlung, ergänzte diesen Teil der Exkursion.
Am Abend stand Sozialpolitik auf dem Programm und wir erkundeten den sozialen Brennpunkt Bahnhofsviertel. Dort erhielten wir Einblicke in soziale Probleme, Unterstützungsangebote und die Lebensrealität angesichts von Drogenkonsum und Prostitution. Kontrovers diskutiert wurden die offene Drogenszene Frankfurts ("Frankfurter Weg"). Besonders ein Gespräch mit einem Betroffenen war sehr eindrucksvoll, da er von seinen Erfahrungen berichtete und uns schilderte, wie das Leben auf der Straße in Frankfurt für ihn war. Die Führung wurde von vielen als besonders eindrucksvoll wahrgenommen, da sie sehr offen, respektvoll und nah an der Realität gestaltet war.
Am zweiten Tag trennten sich die Wege der Leistungsfächer. Der Gemeinschaftskundekurs widmete sich der Wirtschaftspolitik und besuchte die Frankfurter Börse und erhielt Einblicke in die Funktionsweise des Finanzmarktes mit einem Vortrag eines Mitarbeitenden. Wir haben gesehen, dass dort vor allem die Öffenlichkeitsarbeit im Vordergrund steht und dass fast nichts mehr vor Ort, sondern der Handel überwiegend digital stattfindet.
Parallel dazu setzte sich der Geschichtskurs mit jüdischer Geschichte und Erinnerungskultur auseinander. Besonders bewegend war dabei der Besuch eines jüdischen Altenheims mit dem Gespräch einer der letzten dort lebenden Holocaust-Zeitzeuginnen. Die persönlichen Schilderungen machten die historischen Ereignisse auf eine sehr direkte Weise erfahrbar und hinterließen bei vielen von uns einen bleibenden Eindruck, ebenso wie die Gastfreundschaft bei einer Einladung zum Mittagessen.
Zum Abschluss besuchten wir alle gemeinsam die in Frankfurt ansässige Europäische Zentralbank. Dort wurden uns in dem beeindruckenden Gebäude nach strengen Sicherheitskontrollen die Aufgaben der EZB sowie Themen wie Inflation, Preisstabilität und der digitale Euro erläutert. Eindrücklich war, wie wichtig es den Mitarbeitenden war, immer wieder die Abgrenzung vom privaten Bankwesen, z.B. durch Erläuterung der Gebäudewahl und des Standorts (weit ab vom Bankenviertel) und der Funktionsweise (Non-Profit-Organisation) zu betonen. Besonders interessant war die die Frage, welche Rolle digitales Bezahlen in Zukunft spielen könnte und welche Konzepte die EZB derzeit dazu erarbeitet.
Die Exkursion hat uns insgesamt viele neue Eindrücke vermittelt, die Bandbreite aller gesellschaftlichen Schichten und die Überlagerung historischer und aktueller Abläufe gezeigt - ganz anders als es theoretisch im Unterricht möglich gewesen wäre.

Leistungsfächer GK und Geschichte
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Studienfahrt nach Köln (13./14. Juli 2023)

Mitte Juli begab sich der Leistungskurs Geschichte der Jahrgangsstufe 11 auf Studienreise nach Köln am Rhein. Die Stadt mit ihrer langen und bewegten Geschichte zog uns schnell in ihren Bann – schon bei der Anreise, als wir zu Fuß über die Hohenzollernbrücke liefen, mit der die Preußen im 19. Jahrhundert den Kölnern zu verstehen gaben, wer hier das Sagen hat, bis sich vor uns der grandiose Ausblick auf den Dom und die Innenstadt öffnete.
Der Leistungskurs Geschichte vor dem Kölner DomFasziniert waren wir am nächsten Morgen von der Größe und der Schönheit des Doms, der erst im 19. Jahrhundert in perfekter Gotik vollendet wurde; das große Gerokreuz und der goldene Dreikönigenschrein als Zeugen aus der mittelalterlichen Vorgängerkirche bewunderten wir ebenso wie das farbenprächtige Fenster des zeitgenössischen Künstlers Gerhard Richter und die Dimensionen des gesamten Baus.

In der Innenstadt stießen wir auf das Gewusel der modernen Großstadt, auch für Shoppen und die Kölner Gastronomie hatten wir etwas Zeit. Das alte Köln, das im Bombenhagel während des Zweiten Weltkriegs fast ganz untergegangen ist, machte eine virtuelle Straßenbahnfahrt im TimeRide erfahrbar, die uns ins Köln des Jahres 1926 entführte.

Bewegend und bedrückend war der Besuch des NS-Dokumentationszentrums, eines der ersten in Deutschland. Es ist in der ehemaligen Kölner Gestapo-Zentrale untergebracht. Im Keller besichtigten wir die Gefängniszellen; Häftlinge unterschiedlichster Herkunft hatten dort verzweifelte Inschriften auf den Wänden hinterlassen, die bis heute erhalten sind und uns sehr berührten.

Nach nur einem Tag mit vollem historischem Programm, passend zu den Themen des Bildungsplans, mussten wir am Abend schon wieder Richtung Bahnhof aufbrechen, erst nach Mitternacht kamen wir wieder in Freiburg an.

Claudius Heitz
 
Geschichte ist ein spannendes Fach. Es richtet den Blick in die Vergangenheit und untersucht, wie Menschen früher gelebt haben. Das ist interessant und hilft die Gegenwart zu verstehen, denn alles verändert sich ständig und alles hat seine Geschichte, auch unsere Schule und die Gegend, in der sie liegt. Und diese Geschichte zu erkunden lohnt sich.
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